Clue vs. Flo vs. Basaltemperatur App: Welcher Zyklustracker passt
Vergleich der 3 Zyklustracking-Methoden: Algorithmus (Clue, Flo) vs. Temperaturmessung (Basaltemperatur App). Funktionsweise, Datenschutz und Anwendungsfälle.

Inhalt (8 Abschnitte)
- 01Clue vs. Flo vs. Basaltemperatur App: Welche Zyklustracking-App passt zu dir?
- 02Was unterscheidet diese drei Apps grundsätzlich?
- 03Direkter Vergleich: Clue, Flo und Basaltemperatur App im Überblick
- 04Basaltemperatur messen und eintragen: So funktioniert die App im Alltag
- 05Entscheidungshilfe: Welche App passt zu welchem Ziel?
- 06Datenschutz im Vergleich: Wo landen deine Zyklus-Daten?
- 07Häufige Fragen beim App-Wechsel oder Einstieg
- 08FAQ
Clue vs. Flo vs. Basaltemperatur App: Welche Zyklustracking-App passt zu dir?
Kurzantwort: Clue und Flo schätzen Zyklusverläufe per Algorithmus; einen Basaltemperatur-Eintrag bieten beide zusätzlich an. Die Basaltemperatur App stellt deinen täglich gemessenen Körperwert in den Mittelpunkt, speichert Daten laut Datenschutzerklärung auf einem Server in Deutschland und bietet die Premium-Analyse als einmaligen Kauf ohne Abo.
Clue vs. Flo vs. Basaltemperatur bezeichnet den Vergleich dreier Zyklustracking-Ansätze, die sich nicht nur in der Oberfläche, sondern grundlegend in ihrer Methode unterscheiden. Wer die passende App sucht, sollte zuerst verstehen, wie jede App Zyklusinformationen erhebt und verarbeitet – denn das bestimmt, welche Aussagen sie treffen kann und für wen sie sinnvoll ist.
Zentrale Konzepte in diesem Vergleich:
- Basaltemperatur: Die Körpertemperatur im Ruhezustand, gemessen direkt nach dem Aufwachen – Grundlage der NFP-Methode.
- NFP (Natürliche Familienplanung): Eine Methode zur Zyklusbeobachtung, die auf messbaren Körpersignalen wie der Basaltemperatur basiert. Grundlageninformationen bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, früher BZgA).
- Temperaturanstieg: Der charakteristische Anstieg der Basaltemperatur nach dem Eisprung, der in der Temperaturkurve sichtbar wird.
- Zyklusanalyse: Die Auswertung mehrerer Zyklen anhand von Temperaturkurven, Zyklus-KPIs und Prognosen – auf Basis eigener Messwerte.
- Symptothermale Methode: Eine Erweiterung der NFP-Methode, die Basaltemperatur und Zervixschleim kombiniert.
Was unterscheidet diese drei Apps grundsätzlich?
Der Vergleich zwischen Clue, Flo und der Basaltemperatur App ist kein reiner Funktionsvergleich – er ist ein Methodenvergleich. Wer das übersieht, wählt eine App nach Oberfläche und stellt später fest, dass sie das eigentliche Ziel – Zyklusverständnis oder NFP-Anwendung – nicht erfüllt.
Algorithmusbasiertes Tracking: Wie Clue und Flo funktionieren
Clue und Flo gehören zur Kategorie der allgemeinen Perioden-Apps. Ihr Kernmechanismus: Nutzerinnen tragen Periodentage, Symptome, Stimmung oder Schlaf ein. Die App berechnet daraus – kombiniert mit statistischen Modellen – Prognosen für den nächsten Zyklus, den voraussichtlichen Eisprung und das Fruchtbarkeitsfenster.
Diese Prognosen basieren auf Wahrscheinlichkeiten und nicht zwingend auf individuell gemessenen Körpersignalen. Fällt ein Zyklus kürzer oder länger als gewohnt aus, passt sich die Prognose rückwirkend an – der Eisprung selbst wurde nicht gemessen, sondern geschätzt.
Für ein allgemeines Zyklusverständnis oder das Protokollieren von Symptomen ist das ein praktikabler Ansatz. Wer die NFP-Methode anwenden oder mit gemessenen Körperdaten statt statistischen Schätzungen arbeiten möchte, stößt mit reinem Algorithmus-Tracking methodisch an Grenzen.
Temperaturbasiertes Tracking: Was die NFP-Methode ausmacht
Die Basaltemperatur App basiert auf einem anderen Prinzip: Nutzerinnen messen jeden Morgen vor dem Aufstehen ihre Körpertemperatur und tragen den Wert ein. Zusätzlich werden Periodentage erfasst. Aus diesen tatsächlich gemessenen Werten entsteht eine Temperaturkurve, die den Zyklusverlauf sichtbar macht.
Der Temperaturanstieg nach dem Eisprung ist ein körpereigenes Signal, das sich in der Kurve abzeichnet. Die App visualisiert diesen Verlauf. Für die Verhütung reicht die Temperatur allein nicht (IQWiG): Das BIÖG beschreibt die symptothermale Methode – Temperatur plus Zervixschleim nach festen Regeln – und rät, sie über mehrere Monate zu erlernen, etwa mit Büchern oder in Kursen, bevor man sich bei der Verhütung darauf verlässt.
Dieser Ansatz deckt den Temperaturteil der NFP ab: Beobachtung und Dokumentation der Basaltemperatur über mehrere Zyklen hinweg. Zervixschleim und Regelwerk bildet die App nicht ab.
Warum die Methode entscheidend ist – nicht nur die Oberfläche
Ein Unterschied, der auf den ersten Blick wie eine Designfrage wirkt, ist tatsächlich eine Frage der Datengrundlage: Algorithmusbasierte Apps schätzen. Temperaturbasierte Apps messen.
Wer die Basaltemperatur dokumentieren und seinen Zyklus über tatsächliche Körperdaten verstehen möchte, braucht eine App, die Messwerte erfasst und visualisiert – keine, die nur aus Kalenderdaten schätzt.
Direkter Vergleich: Clue, Flo und Basaltemperatur App im Überblick
Vergleichstabelle: Funktionen auf einen Blick
| Kriterium | Clue | Flo | Basaltemperatur App |
|---|---|---|---|
| Tracking-Methode | Algorithmus, Symptom-Logging | Algorithmus, Symptom-Logging | Tägliche Basaltemperatur-Messung + Periodentage |
| Datenbasis | Eingetragene Daten, statistische Modelle | Eingetragene Daten, statistische Modelle | Individuell gemessene Körperwerte |
| Basaltemperatur für NFP dokumentieren | Eintrag möglich, kein NFP-Regelwerk | Eintrag möglich, kein NFP-Regelwerk | Ja, Kernfunktion – ohne Zervixschleim und ohne NFP-Regelwerk |
| Datenspeicherung | Cloud, laut Datenschutzerklärung Server in der EU | Cloud über Amazon Web Services (Standort: Datenschutzerklärung prüfen) | Laut Datenschutzerklärung auf einem Server in Deutschland |
| Kostenmodell | Freemium + Abo (aktuelle Preise auf der Anbieterseite prüfen) | Freemium + Abo (aktuelle Preise auf der Anbieterseite prüfen) | Basisnutzung ohne Abo; Premium-Analyse einmalig – aktuellen Preis in der App prüfen |
| Zielgruppe | Allgemeines Zyklusverständnis, breite Nutzerbasis | Allgemeines Zyklusverständnis, Kinderwunsch-Features | NFP-Interessierte, datenbasiertes Zyklustracking |
| Plattform | iOS, Android | iOS, Android | Web-App (iOS in Vorbereitung) |
| Temperaturkurve | Kurve der eingetragenen Werte (Umfang beim Anbieter prüfen) | Diagramm der eingetragenen Werte (Umfang beim Anbieter prüfen) | Ja – zentrales Feature der Premium-Analyse |
| PDF-Export | Beim Anbieter prüfen | Beim Anbieter prüfen | Ja – in der Premium-Analyse enthalten |
*Hinweis (Stand: 13.09.2026): Preise, Funktionsumfang und Plattformverfügbarkeit können sich ändern. Prüfe die aktuellen Angaben direkt auf den jeweiligen App-Seiten.*
Tracking-Methode und Datenbasis
Im direkten Clue-vs.-Flo-Vergleich ähneln sich beide Apps stark: Beide arbeiten mit Algorithmen, die auf Symptom-Logging und statistischen Modellen basieren. Der Unterschied liegt eher in der Benutzeroberfläche und spezifischen Features als in der grundlegenden Methode.
Die Basaltemperatur App setzt dagegen auf individuell erhobene Messwerte. Jede eingetragene Temperatur ist ein realer Körperwert – keine Schätzung. Das macht den Vergleich zwischen diesen drei Apps zu einem Methodenvergleich, nicht nur einem Funktionsvergleich.
Datenschutz und Datenspeicherung
Clue und Flo speichern Daten in der Cloud: Clue laut Datenschutzerklärung auf Servern in der EU, Flo über Amazon Web Services. Wo genau die Server stehen und wie Daten verarbeitet werden, steht in den jeweiligen Datenschutzerklärungen – diese sollten Nutzerinnen aktiv prüfen, bevor sie sich registrieren.
Die Basaltemperatur App speichert Daten laut Datenschutzerklärung in einer selbst betriebenen Datenbank auf einem Server in Deutschland. Für Nutzerinnen, die sensible Gesundheitsdaten nicht in internationale Cloud-Infrastrukturen übertragen möchten, kann das ein Auswahlkriterium sein.
Kostenmodell im Vergleich
Clue und Flo arbeiten mit Freemium-Modellen, bei denen erweiterte Features hinter einem Abo liegen. Die aktuellen Preise und der genaue Funktionsumfang der kostenlosen vs. kostenpflichtigen Versionen ändern sich regelmäßig – prüfe sie direkt auf den Anbieterseiten.
Die Basaltemperatur App bietet Grundfunktionen ohne Abo an. Die Premium-Analyse – mit Temperaturkurven, Zyklus-KPIs, Prognosen, Statistiken und PDF-Export – ist ein einmaliger Kauf ohne laufende Folgekosten. Den aktuellen Preis findest du direkt in der App oder auf der Produktseite.
Für wen ist welche App geeignet?
- Clue oder Flo: Für Nutzerinnen, die ein allgemeines Zyklusprotokoll führen, Symptome loggen und keine spezifische NFP-Methode anwenden möchten.
- Basaltemperatur App: Für Nutzerinnen, die ihre Basaltemperatur als Zyklustagebuch dokumentieren, ihre Temperaturkurve über mehrere Zyklen auswerten oder ihre Zyklusdaten auf einem Server in Deutschland speichern möchten.
Basaltemperatur messen und eintragen: So funktioniert die App im Alltag
Wer die Basaltemperatur App zum ersten Mal öffnet, sieht einen klaren Eingabebereich: Temperaturwert und Periodentage. Mehr braucht es für den Start nicht. Der Workflow ist bewusst schlank gehalten, damit die tägliche Messung zur Routine wird.
Schritt für Schritt: Tägliche Messung und Eintrag
- 1Aufwachen, vor dem Aufstehen messen: Die Basaltemperatur wird direkt nach dem Aufwachen gemessen – noch vor dem Aufstehen, Trinken oder Sprechen. Ein digitales Basalthermometer mit zwei Dezimalstellen ist dafür geeignet (Beispiel-Anzeige: 36,72 °C).
- 2Temperatur in die App eintragen: Der Wert wird täglich eingetragen. Das dauert typischerweise unter einer Minute.
- 3Periodentage markieren: An Menstruationstagen wird zusätzlich der Periodentag eingetragen. Diese Kombination aus Temperatur und Periodendaten bildet die Grundlage der Zyklusanalyse.
- 4Regelmäßigkeit beachten: Je konsistenter die Messung – möglichst zur ähnlichen Uhrzeit, immer im Liegen – desto aussagekräftiger wird die Temperaturkurve über mehrere Zyklen hinweg.
Das BIÖG (früher BZgA) rät, die symptothermale Methode über mehrere Monate zu erlernen, bevor man sich bei der Verhütung darauf verlässt. Die App unterstützt die Datendokumentation; die Methodenanwendung sollte ergänzend erlernt werden.
Was die Temperaturkurve zeigt
Nach einigen eingetragenen Tagen entsteht in der App eine Temperaturkurve. Sie zeigt den Verlauf der Basaltemperatur über den Zyklus. Typischerweise liegt die Temperatur in der ersten Zyklushälfte auf einem niedrigeren Niveau. Nach dem Eisprung steigt sie an – dieser Temperaturanstieg ist in der Kurve als Knick sichtbar.
Die Kurve dokumentiert messbare Werte – keine Diagnose, sondern eine Visualisierung des eigenen Körpergeschehens. Wer mehrere Zyklen trackt, kann individuelle Muster erkennen: Wie lang ist die erste Zyklusphase? Wann setzt der Anstieg typischerweise ein? Wie verhält sich die Temperatur vor der nächsten Periode?
Diese Visualisierung ist der zentrale Unterschied zur reinen Perioden-App: Statt einer errechneten Prognose zeigt die Zyklusanalyse den tatsächlichen Kurvenverlauf auf Basis eigener Messwerte.
Premium-Analyse: Zyklus-KPIs, Prognosen und PDF-Export
Die kostenlose Version ermöglicht das tägliche Eintragen und die Grundansicht. Die Premium-Analyse erweitert das um:
- Temperaturkurven über mehrere Zyklen hinweg
- Zyklus-KPIs: Kennzahlen wie Zykluslänge, Länge der Lutealphase und Zeitpunkt des Temperaturanstiegs – jeweils berechnet aus deinen eigenen eingetragenen Messwerten, nicht aus Durchschnittswerten
- Prognosen auf Basis der eigenen gemessenen Daten
- Statistiken über Zyklusmuster
- PDF-Export: Für die eigene Dokumentation oder als Gesprächsgrundlage beim Arzttermin
Der PDF-Export ist praktisch für alle, die ihre Zyklusdaten strukturiert festhalten und bei Bedarf vorlegen möchten. Die Daten ersetzen keine medizinische Beurteilung, können aber ein Gespräch mit einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen inhaltlich vorbereiten. Die Premium-Analyse ist ein einmaliger Kauf – kein Abo, keine monatlichen Folgekosten. Den aktuellen Preis findest du direkt in der App.
Entscheidungshilfe: Welche App passt zu welchem Ziel?
Die Frage, welche Zyklustracking-App passt, hängt davon ab, was du konkret tracken möchtest und welche Methode dazu passt.
Entscheidungs-Checkliste: Drei Fragen vor der App-Wahl
Beantworte diese drei Fragen, bevor du dich registrierst:
1. Welche Datengrundlage möchte ich?
- Schätzungen auf Basis von Durchschnittswerten → Clue oder Flo
- Eigene täglich gemessene Körperwerte → Basaltemperatur App
2. Welches Ziel verfolge ich?
- Allgemeines Zyklusprotokoll, Symptom-Logging → Clue oder Flo
- Basaltemperatur als Zyklustagebuch dokumentieren → Basaltemperatur App
- Natürliche Familienplanung anwenden → zertifizierte NFP-Beratung und eine App, die die symptothermale Methode abbildet; die Basaltemperatur App tut das nicht
3. Wo sollen meine Daten liegen?
- Server in der EU → Clue (laut Datenschutzerklärung); bei Flo den Speicherort in der Datenschutzerklärung prüfen
- Server in Deutschland → Basaltemperatur App
Du möchtest deinen Zyklus besser verstehen
Dein Profil: Du hast keine spezifische NFP-Methode im Sinn, möchtest aber wissen, wann deine Periode kommt, wie lang dein Zyklus ist und welche Symptome sich wiederholen.
Passende Überlegung: Clue oder Flo bieten für dieses Ziel eine breite Symptom-Logging-Funktion und algorithmische Prognosen. Sie sind als Perioden-Apps zugänglich und erfordern keine tägliche Temperaturmessung.
Einschränkung: Die Prognosen basieren auf Schätzungen, nicht auf Körpermessungen. Wer tiefer in die Zyklusphysiologie einsteigen möchte, wird mit diesen Apps methodisch an Grenzen stoßen.
Du nutzt oder interessierst dich für NFP
Dein Profil: Du möchtest die NFP-Methode oder die symptothermale Methode anwenden oder kennenlernen. Du weißt, dass dafür tägliche Temperaturmessungen notwendig sind, und suchst eine App, die diesen Workflow unterstützt.
Passende Überlegung: Die Basaltemperatur App deckt den Temperaturteil dieses Anwendungsfalls ab. Sie erfasst tägliche Messwerte, visualisiert die Temperaturkurve und bietet in der Premium-Analyse Zyklus-KPIs und Prognosen auf Basis eigener Daten.
Wichtiger Hinweis: Eine App ersetzt keine NFP-Ausbildung. Die Basaltemperatur App ist nicht als Medizinprodukt zur Verhütung zertifiziert, und die Temperatur allein gilt nicht als sichere Verhütung. Das BIÖG (früher BZgA) rät, die symptothermale Methode über mehrere Monate zu erlernen – etwa mit Büchern oder in einem Kurs.
Du möchtest deinen Zyklus datenbasiert dokumentieren
Dein Profil: Du möchtest mehrere Zyklen dokumentieren und deine Daten strukturiert festhalten – für dich selbst oder als Vorbereitung auf ein Gespräch mit einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen.
Passende Überlegung: Die Basaltemperatur App bietet hier einen direkten Workflow: tägliche Messung, Temperaturkurve, Zyklus-KPIs und PDF-Export. Der PDF-Export macht die Daten für medizinische Gespräche nutzbar, ohne dass du Screenshots zusammenstellen musst. Viele Gynäkologinnen und Gynäkologen kennen Basaltemperaturkurven als Dokumentationsform – frage im Vorfeld, welches Format für deine Praxis am hilfreichsten ist.
Einschränkung: Keine App ersetzt medizinische Beratung. Bei Fragen rund um deinen Zyklus oder deine Gesundheit ist eine gynäkologische Begleitung sinnvoll.
Datenschutz im Vergleich: Wo landen deine Zyklus-Daten?
Zyklusdaten gehören zu den sensibelsten Gesundheitsdaten. Welche App diese Daten wie speichert und verarbeitet, sollte vor der Registrierung aktiv geprüft werden.
Welche Fragen du zum Datenschutz stellen solltest
Bevor du eine Zyklustracking-App nutzt, helfen diese Fragen bei der Einschätzung:
- Wo werden meine Daten gespeichert? Lokal auf dem Gerät, in einer Cloud in der EU oder auf Servern außerhalb der EU?
- Werden meine Daten an Dritte weitergegeben? Für Werbung, Forschung oder Partnerunternehmen?
- Kann ich meine Daten vollständig löschen? Und wie lange dauert das tatsächlich?
- Wer hat Zugriff auf meine Daten? Das Unternehmen selbst, Mutterkonzerne, Behörden in anderen Ländern?
- Welche Rechtsgrundlage gilt für die Datenverarbeitung? Einwilligung, berechtigtes Interesse oder Vertrag?
Diese Fragen lassen sich mit einem Blick in die jeweilige Datenschutzerklärung der App beantworten. Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) stellt Orientierungshilfen zur DSGVO bereit, die beim Einordnen von Datenschutzerklärungen helfen können.
Lokale Datenspeicherung vs. Cloud: Was das bedeutet
Bei Cloud-basierten Apps verlassen deine Daten das Gerät und werden auf Servern des Anbieters gespeichert. Das ermöglicht Synchronisation zwischen Geräten, bedeutet aber auch: Die Daten liegen außerhalb deiner direkten Kontrolle. Wo genau die Server stehen und welche Datenschutzgesetze gelten, steht in der Datenschutzerklärung des jeweiligen Anbieters – prüfe das aktiv.
Die Basaltemperatur App speichert Daten laut Datenschutzerklärung auf einem Server in Deutschland. Für Nutzerinnen, die ihre Gesundheitsdaten datenschutzorientiert verwalten möchten, kann das ein Auswahlkriterium sein.
DSGVO: Was du selbst prüfen kannst
Was du als Nutzerin konkret prüfen kannst:
- Gibt es eine vollständige, verständliche Datenschutzerklärung in deutscher Sprache?
- Ist ein Datenschutzbeauftragter benannt und erreichbar?
- Kannst du der Datenverarbeitung widersprechen und deine Daten exportieren oder löschen?
- Ist das Unternehmen in der EU ansässig?
Die Basaltemperatur App ist in Deutschland entwickelt und gibt an, Daten auf einem Server in Deutschland zu speichern. Für eine abschließende rechtliche Einschätzung gilt: Prüfe die aktuelle Datenschutzerklärung der App direkt – und wende dich bei konkreten Fragen an die BfDI oder eine Datenschutzberatung.
Häufige Fragen beim App-Wechsel oder Einstieg
Kann ich ohne Vorkenntnisse starten?
Ja. Du brauchst kein Vorwissen über Zyklusphysiologie, um mit dem täglichen Eintragen zu beginnen. Du brauchst ein digitales Basalthermometer mit zwei Dezimalstellen und die Bereitschaft, jeden Morgen vor dem Aufstehen zu messen. Die App erklärt die Grundfunktionen direkt in der Oberfläche. Für die Anwendung der NFP-Methode im engeren Sinne empfiehlt sich ergänzend ein Kurs oder Buch; Hinweise dazu gibt das BIÖG (früher BZgA) auf familienplanung.de.
Was kostet die Premium-Analyse?
Die Premium-Analyse der Basaltemperatur App ist ein einmaliger Kauf – kein Abo, keine monatlichen Gebühren. Du kaufst die Funktion einmal und nutzt sie dauerhaft. Den aktuellen Preis findest du direkt in der App oder auf der Produktseite. Das ist der strukturelle Unterschied zu Clue oder Flo, die erweiterte Features typischerweise in einem laufenden Abo anbieten – die aktuellen Preise der anderen Apps findest du auf deren jeweiligen Produktseiten.
Wie unterscheidet sich die App von einer normalen Perioden-App?
Eine normale Perioden-App schätzt deinen Zyklus auf Basis von Algorithmen und Durchschnittswerten. Die Basaltemperatur App misst: Du trägst täglich deinen eigenen Temperaturwert ein, und die App zeigt dir daraus eine Temperaturkurve. Das ist kein kosmetischer Unterschied – es ist ein methodischer. Wer eine Clue-Alternative oder Flo-Alternative sucht und dabei auf tatsächliche Körperdaten statt auf Schätzungen setzen möchte, findet in der Basaltemperatur App einen grundlegend anderen Ansatz.
FAQ
Was ist der Hauptunterschied zwischen Clue, Flo und der Basaltemperatur App?
Clue und Flo sind algorithmusbasierte Perioden-Apps: Sie schätzen Zyklusverläufe auf Basis von Symptom-Logging und statistischen Modellen. Die Basaltemperatur App erfasst täglich gemessene Körperwerte und visualisiert daraus eine Temperaturkurve. Der Unterschied ist methodisch: Schätzung vs. Messung.
Sind die Grundfunktionen der Basaltemperatur App kostenlos nutzbar?
Die Grundfunktionen – tägliches Eintragen von Basaltemperatur und Periodentagen – sind ohne Abo nutzbar. Die Premium-Analyse mit Temperaturkurven, Zyklus-KPIs, Prognosen, Statistiken und PDF-Export ist ein einmaliger Kauf. Aktuelle Preisangaben findest du direkt in der App oder auf der Produktseite.
Wertet die Basaltemperatur App meinen Zyklus nach einer NFP-Methode aus?
Nein. Die App erfasst tägliche Basaltemperaturwerte und Periodentage, visualisiert die Temperaturkurve und zeigt Temperaturanstiege rückblickend im Zyklusverlauf. Sie wendet kein NFP-Regelwerk an, bildet den Zervixschleim nicht ab und ist nicht als Medizinprodukt zur Verhütung zertifiziert – die Temperatur allein gilt nicht als sichere Verhütung. Wer die symptothermale Methode anwenden möchte, sollte sie laut BIÖG (früher BZgA) über mehrere Monate erlernen, etwa mit Büchern oder in einem Kurs bei einer zertifizierten Beraterin.
Wo werden meine Daten gespeichert?
Die Basaltemperatur App speichert Daten laut Datenschutzerklärung auf einem Server in Deutschland. Clue und Flo speichern Daten in der Cloud – wo genau, steht in den jeweiligen Datenschutzerklärungen, die du vor der Registrierung prüfen solltest. Orientierung zu DSGVO-Grundlagen bietet die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI).
Kann ich von Clue oder Flo zur Basaltemperatur App wechseln?
Ja, der Einstieg ist jederzeit möglich – auch ohne Vorkenntnisse. Da die Basaltemperatur App auf täglichen Temperaturmessungen basiert, beginnt die Kurve mit deinen ersten eingetragenen Werten neu. Historische Daten aus Clue oder Flo lassen sich nicht direkt importieren, da die Datenstruktur – Symptom-Logging vs. Temperaturmessung – grundlegend verschieden ist. Du startest mit dem ersten Messtag und baust deine Temperaturkurve von dort auf.


